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Google My Business 2026: Wie du als Dienstleister in NRW oben erscheinst

Ladeninhaber vor seinem Geschaeft in der Innenstadt, KI-generiertes SymbolbildKI-generiert
Symbolbild: KI-generiert

Wenn jemand in Essen, Bochum oder Hattingen nach einem Steuerberater, einer Werbeagentur oder einem Handwerker sucht, landet er zuerst nicht auf deiner Website. Er landet auf Google Maps. Das sogenannte Local Pack – die drei Einträge, die Google direkt unter der Karte anzeigt – bekommt in lokalen Suchanfragen mehr Klicks als alle organischen Ergebnisse zusammen.

Und trotzdem behandeln die meisten Dienstleister ihr Google-My-Business-Profil wie ein notwendiges Übel: einmal angelegt, nie wieder angefasst. Das ist ein Fehler – und einer, den du schnell korrigieren kannst.

Warum GMB 2026 wichtiger ist als je zuvor

Google hat die lokale Suche in den letzten Jahren massiv aufgewertet. Wer lokal sucht, bekommt heute ein vollständiges Bild noch bevor er eine einzige Website öffnet: Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos, Beiträge, Fragen und Antworten, Direktanrufe, Wegbeschreibungen.

Das bedeutet: Dein GMB-Profil ist deine wichtigste Visitenkarte im Netz – zumindest für lokale Anfragen. Und das ist kostenlos.

Wer bei Google Maps nicht sichtbar ist, existiert für lokale Kunden praktisch nicht.

So füllst du dein Profil vollständig aus

Ein halbfertiges Profil wird von Google schlechter bewertet und von potenziellen Kunden ignoriert. Vollständigkeit ist der erste und einfachste Hebel.

  • Name, Adresse, Telefonnummer: Exakt identisch mit deiner Website und anderen Verzeichnissen. Abweichungen verwirren Google.
  • Kategorie: Wähle die präziseste Hauptkategorie. Nicht "Unternehmensberatung" wenn du Social Media Marketing machst.
  • Öffnungszeiten: Aktuell halten, Feiertage nicht vergessen.
  • Website: Verlinke direkt zur passenden Unterseite, nicht nur zur Startseite.
  • Beschreibung: 750 Zeichen, die klar sagen was du machst, für wen und warum du die richtige Wahl bist. Hier gehören relevante Keywords rein – aber natürlich formuliert.
  • Fotos: Mindestens 10 echte Fotos. Büro, Team, Projekte. Keine Stockfotos.

Was regelmäßige Beiträge bringen

GMB erlaubt es dir, Beiträge zu veröffentlichen – ähnlich wie Social Media Posts, aber direkt in den Suchergebnissen sichtbar. Die meisten Unternehmer nutzen das gar nicht.

Dabei ist es einfach: Ein Beitrag pro Woche reicht. Ein Tipp, ein Angebot, eine Fallstudie, ein Kundenergebnis. Google honoriert Aktivität. Profile, die regelmäßig befüllt werden, erscheinen häufiger und weiter oben.

Ein Fotostudio aus Bochum, mit dem ich gearbeitet habe, hat durch wöchentliche GMB-Beiträge seine Profilaufrufe innerhalb von drei Monaten verdreifacht. Ohne Werbebudget.

Wie du an mehr Bewertungen kommst

Bewertungen sind der stärkste Faktor im lokalen Ranking. Fünf aktuelle 5-Sterne-Bewertungen schlagen ein perfektes Profil mit null Bewertungen um Längen.

Das Problem: Die meisten Kunden hinterlassen von alleine keine Bewertung – auch wenn sie zufrieden sind. Du musst fragen. Konkret und direkt.

  • Schick nach Abschluss eines Projekts eine kurze E-Mail mit dem direkten Link zur Bewertungsseite.
  • Frag persönlich – "Würdest du uns kurz auf Google bewerten? Das hilft mir enorm."
  • Füge einen QR-Code auf deinen Rechnungen oder in deiner E-Mail-Signatur ein.

Auf Bewertungen antworten ist Pflicht – auch auf schlechte. Wer auf negative Bewertungen professionell reagiert, wirkt glaubwürdiger als wer keine schlechten hat.

Die häufigsten Fehler

Damit du weißt, was du vermeiden solltest – das sehe ich am häufigsten bei Dienstleistern aus NRW:

  • Veraltete Öffnungszeiten (besonders nach Umzug oder Umstrukturierung)
  • Keine oder zu wenige Fotos – oft nur ein Logo
  • Kategorie zu weit gefasst ("Dienstleistungsunternehmen")
  • Beschreibung leer oder mit generischem Fülltext
  • Kein einziger Beitrag seit der Erstellung
  • Bewertungsanfragen werden nicht gestellt
  • Fragen von Nutzern bleiben unbeantwortet

Deine GMB-Checkliste für 2026

Geh diese Punkte einmal durch und hak sie ab:

  1. Profil vollständig ausgefüllt (Name, Adresse, Telefon, Kategorie, Öffnungszeiten, Beschreibung)
  2. Mindestens 10 eigene Fotos hochgeladen
  3. Website korrekt verlinkt
  4. Beitrags-Routine eingerichtet (1x pro Woche)
  5. Prozess für Bewertungsanfragen definiert
  6. Offene Fragen im Profil beantwortet
  7. Profil auf Richtigkeit geprüft (Adresse, Telefon identisch mit Website)

Fazit: Google My Business ist der stärkste kostenlose Kanal für lokale Dienstleister. Du brauchst kein Werbebudget – aber du brauchst ein vollständiges, aktives Profil. Wer das einmal sauber aufgesetzt hat und regelmäßig befüllt, bekommt Anfragen, ohne dafür aktiv zu werden.

Wenn du wissen möchtest, wie gut dein aktuelles GMB-Profil aufgestellt ist und wo du am meisten verlierst, schau dir das gerne gemeinsam mit mir an. Das klären wir in 30 Minuten.

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